Bogenhanf „Sansevieria Cylindrica“

Beschreibung:

Sansevieria-Arten gibt es schon sehr lange im Handel. Die S. cylindrica ist erst in den letzten Jahren in Europa in Mode gekommen. Sie weicht jedoch durch ihre schlanke Form von anderen Arten ab. Der Beiname "cylindrica" bedeutet lat. "cylindricus", was so viel wie walzenförmig, schlanksäulig oder stielrund bedeudet. Kulturformen mit den Zusatzbezeichnungen "skyline", "spagetti" oder "patula" zeigen sich in unterschiedlichen Wuchsformen. S. cylindrica "patula" ist kleinbleibend mit ovaleren Blättern und treibt mit kleinen dicken flachen Blättern aus, welche in alle Richtungen zur Seite abstehen. Nachfolgende Blätter werden größer und sind fast zylindrisch geschlossen. Ein oder zwei letzte Hauptriebe sind die längsten und zylindrisch spitz nach oben zulaufend.  Einige Arten können bis über einen Meter groß werden. Auch die Wuchsform ist sehr variabel. 

Standortwahl:

Die Sansevieria Cylindrica stammt ursprünglich aus Afrika und kann aus diesem Grund in durchgängig warmen Regionen wie z.B. Südeuropa ganzjährig im Freien stehen. Der Bogenhanf ist als pflegeleichte Zimmerpflanze bekannt. Die genügsamen Pflanzen bevorzugen einen hellen bis halbschattigen Standort. Panaschierte Sorten bilden die schöne Blattfärbung nur bei ausreichend hellen Lichtverhältnissen aus. Prinzipiell überlebt die Pflanze aber auch schattige Standorte. Ganzjährig warme Zimmertemperaturen zwischen  20 bis 28 Grad sind ideal. Temperaturen unter 15 Grad sind für den Bogenhanf Cylindrica zu kalt. In den Sommermonaten kann die Sansevieria Cylindrica auch auf den Balkon oder eine Terrasse gestellt werden. Wichtig ist das die Pflanze vor der prallen Mittagssonne geschützt wird. Gewöhnen Sie die Pflanze langsam an die veränderten Verhältnisse und vermeiden Sie starke Temperaturschwankungen.

umtopfen:

Bogenhanf wächst extrem langsam. Deshalb müssen die Pflanzen nur sehr selten umgetopft werden. Das Gewächs gedeiht ohnehin besser, wenn die Wurzeln etwas eingeengt sind. Es ist problemlos möglich, die Pflanze über mehrere Jahre hinweg im gleichen Pflanztopf zu lassen.

 

Erscheinen bereits die cremefarbenen Wurzeln an der Oberfläche des Substrates oder wachsen unten aus dem Drainageloch, ist es Zeit für einen größeren Topf. Das ist aber meist erst dann der Fall, wenn die Wurzeln bereits fast den Topf sprengen und nahezu die gesamte Oberfläche des Substrates beanspruchen. Die beste Zeit den Bogenhanf umzutopfen ist im Frühjahr. Dies ist auch ein guter Zeitpunkt, ältere Pflanzen zu teilen. Wenn der Bogenhanf umgetopft werden muss, dann auch in einen nur wenig größeren Topf umtopfen. Bei hohen Sansevieria Cylindrica sollte ein schwerer Topf, zur besseren Stabilisierung, ausgewählt werden. Der Topf sollte ein Drainageloch haben.

 

Zunächst muss eine wasserdurchlässige Schicht aus Tonscherben, Lavagranulat oder Splitt eingefüllt werden, die Pflanze einsetzen und mit geeignetem Substrat auffüllen. Zum Schluss leicht angießen. Seien Sie beim Umtopfen vorsichtig, dass Sie nicht mit den Säften der Pflanze in Berührung kommen, denn diese sind giftig und können beim Hautkontakt zu Reizungen führen.

überwintern:

Pflanzen, die den Sommer im Freiland verbracht haben, müssen Anfang September wieder ins Haus zurückgeholt werden. Temperaturen unter 12 Grad verträgt der Wärme liebende Bogenhanf nicht und er stirbt ab. Auch in der kalten Jahreszeit sind Mindesttemperaturen von 15 Grad notwendig, damit sich die Pflanze wohlfühlt. Zur Überwinterung wird ein heller bis halbschattiger Standort benötigt. Die Mittagssonne verträgt die Sansevieria Cylindrica ohne Probleme. Ein Standort dirtekt über der Heizung verträgt sie nicht.

Reduzieren Sie die Wasserzufuhr im Winter stark. In dieser Zeit legt die Sansevieria Cylindrica eine Wachstumspause ein und benötigt daher weniger Feuchtigkeit. Das Düngen wird komplett eingestellt. Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit in warmen, trockenen Räumen empfiehlt es sich, die Pflanze gelegentlich einzusprühen oder alternativ einen Untersetzer mit Steinen und Wasser zu füllen, um die Luftfeuchtigkeit lokal zu erhöhen. Achten Sie darauf, dass der Topf nicht im Wasser steht, denn sonst drohen die Wurzeln zu verfaulen.

 

GIEßVERHALTEN:

Die Sansevieria Cylindrica gehört zu den ausgereiften, saftigen Pflanzen und ist damit in der Lage, Wasser zu speichern. Als Speicherorgan dienen die fleischigen, zylindrisch geformten Blätter. Mit längeren Trockenperioden kommt die Pflanze gut zurecht. Auch wenn  für ein paar Wochen das Gießen vergessen wird, schadet dies der Pflanze nicht.

 

Damit der Bogenhanf gesund und kräftig wachsen kann, sollte er jedoch in der Vegetationsperiode zwischen März und September regelmäßig, aber verhalten gegossen werden. Prüfen Sie vor der nächsten Wassergabe, ob das Substrat bereits gut durchgetrocknet ist. Normalerweise reicht ein einmaliges Gießen pro Woche.

schnitt:

Zwar können einige Sorten der Sansevieria Cylindrica eine Blattlänge von mehr als einem Meter erreichen und damit recht groß für die Fensterbank werden. Allerdings wachsen die Pflanzen nicht besonders schnell. Sollte der Bogenhanf zu groß für seinen angestammten Platz werden, ist ein Griff zur Schere nicht empfehlenswert. Die Zimmerpflanze verträgt das Schneiden der Blätter nicht besonders gut und wird zudem recht unansehnlich. Die Schnittkanten verfärben sich und es können Keime in den Bogenhanf eindringen, sodass das gesamte Blatt oder gar die ganze Pflanze abstirbt. Einzelne, bereits vertrocknete Blätter können bodennah geschnitten werden.

krankheiten und schädlinge:

Das pflegeleichte Gewächs gilt als sehr robust und wird nur selten von Krankheiten oder Schädlingen heimgesucht. Als Zimmerpflanze kultiviert, ist es vor allem in den Wintermonaten an einem warmen Standort anfällig für diverse Schädlinge.

 

Milben: Gelegentlich können die Pflanzen von Milben wie der Spinnmilbe befallen werden. Diese sind an einem feinen, weißen Gespinst zu erkennen. Die saugenden Tiere selbst sitzen entweder im Gespinst oder auf der Unterseite der Blätter.

 

Bei einem Befall hat es sich bewährt, zunächst die Blätter des Bogenhanfes mit Wasser abzuwaschen und die Pflanze anschließend an einen etwas feuchteren Standort zu stellen. Milben mögen im Allgemeinen eher trockene Luft, deshalb kann die Pflanze mit Wasser eingenebelt und in eine Tüte gestellt werden, die für ein paar Tage komplett verschlossen wird.

 

Wollläuse: Bei Wollläusen handelt sich um saugende Insekten, die sich in ganzen Kolonien über die Pflanze hermachen und in weicheren Regionen rostbraune Flecken hinterlassen. Auf den Unterseiten der Blätter sind zudem oft kleine watteähnliche Tupfen zu erkennen. Bei extremem Befall kann die ganze Pflanze absterben.

 

Waschen Sie die Pflanze zunächst unter fließendem Wasser ab und entfernen Sie diese watteähnlichen Flecken mit einem in Spiritus und Seife getränkten Wattestäbchen. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit um die Pflanze herum und besprühen Sie sie in den kommenden Tagen immer wieder mit einem Gemisch aus Seifenlauge und Spiritus.

 

Bakterielle Erreger: Bei einem bakteriellen Befall wie beispielsweise der Weich- oder Schwarzfäule werden die Blätter von innen her sehr weich. Da die äußeren Blattschichten das Blatt gut stabilisieren, ist die Erkrankung lange nicht zu erkennen. Bei leichtem Druck platzt das infizierte Gewebe auf und eine breiige, grüne Substanz mit stechendem Geruch tritt aus.

 

Zu retten sind infizierte Pflanzen nur dann, wenn der Befall in frühem Stadium erkannt und eingedämmt wird. Dazu müssen alle befallenen Pflanzenteile bis ins gesunde Gewebe herausgeschnitten werden. Infizierte Schneidwerkzeuge können die Bakterien auch auf andere Pflanzen oder Pflanzenteile übertragen. Achten Sie deshalb unbedingt auf Sauberkeit.

 

 

Blattfleckenkrankheit: Zeigen die Blätter auf beiden Seiten unregelmäßige rotbraune Flecken mit aufgewölbtem Rand, handelt es sich wahrscheinlich um eine durch Schimmelpilze verursachte Erkrankung, die sogenannte Fusariumwelke. Die Ausbreitung wird durch feuchte Standortbedingungen begünstigt. Der Pilz vernichtet schnell die gesamte Pflanze. Im Anfangsstadium kann ein systemisches Spritzmittel den Bogenhanf retten.

düngen:

Für das Düngen gilt: Weniger ist mehr! In frisches Substrat umgetopft benötigt die Sansevieria Cylindrica für ein bis zwei Jahre überhaupt keinen zusätzlichen Dünger. Danach reicht eine sparsame Düngung während der Vegetationsperiode. Die Düngung ist nur von April bis Ende Juli empfehlenswert und zur Düngung nur Kakteen- oder Sukkulentendünger verwenden. Am besten nur die Hälfte der angegebenen Menge dosieren und alle sechs Wochen über das Gießwasser düngen.

giftig?

Die Sansevieria Cylindrica enthält Saponine und ist daher giftig. Die Einnahme durch kleine Kinder oder Haustiere kann zu starken Vergiftungserscheinungen führen, was sich in Übelkeit und Erbrechen oder auch Durchfall oder Krämpfen äußern kann. Deshalb ist es notwendig, Kindern und Haustieren (wie z.B. Hunde und Katzen sowie Kaninchen und Nager) von der Pflanze fernzuhalten.


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